Die neue Art des Systembaus

Die neue Art des Systembaus

Schon vor einem Jahr forderte das Bundesbauministerium bezahlbaren Wohnraum. Die Rede war von mindestens 350.000 Wohnungen im Jahr. Die Nachfrage in deutschen Großstädten kann nicht mehr gedeckt werden und die meisten bestehenden Immobilien können nicht weiter ausgebaut werden. Viele Bauunternehmen klagen, dass durch ständig steigende Standards bezahlbarer Wohnraum kaum noch möglich sei.

Einige Wohnungskonzerne fangen daher an Modular zu bauen. So war zum Beispiel ein Wohnhaus mit über zehn Wohnungen in knapp drei Monaten errichtet. Die extreme Kosten- und Zeitersparnis beim Systembau kommt dadurch, dass in ein Rohbauskelett aus Stahlbeton nur noch ganze vorgefertigte Wohneinheiten eingesetzt werden. Allein die Zeitersparnis liegt bei ca. 40 Prozent und Baukosten von unter 2000€ pro Quadratmeter sind eine absolute „Kampfansage“ an das übliche traditionelle Bauen. Bauteile oder sogar ganze Wohnungseinheiten werden in Fabriken vorgefertigt und vor Ort wie „Legosteine“ zusammen gesetzt. Das bedeutet aber nicht das man auf Qualität oder Individualität verzichten muss, ganz im Gegenteil durch unsere heutigen Möglichkeiten sind den Wünschen kaum Grenzen gesetzt. Zudem wird beim  Systembau nicht nur auf die Kosten geachtet sondern genauso auf die recyclebarkeit der Gebäude.

Jedoch liegt das Problem nicht nur in den Baukosten sondern an dem knappen Grund in Ballungsgebieten. Daher ist in Ballungsgebieten preiswertes Wohnen kaum möglich, umso mehr werden Randgebiete attraktiver für Bauunternehmen, Investoren und private Bauherren. Eins ist auf jeden Fall sicher, in den nächsten fünf bis zehn Jahren werden unsere Großstädte extrem weiter wachsen aber auch kleine Städte werden immer mehr Aufmerksamkeit bekommen. Quelle: Wohnungswirtschaft heute

1. März 2017